VDE verspricht gute Berufschancen

Na das ist doch mal was: der VDE verspricht jungen Elektroingenieuren wie mir gute Berufschancen. Einer heise Newsticker Meldung zu Folge würden jährlich etwa 50.000 Ingenieure aus dem Berufleben ausscheiden aber nur 40.000 Absolventen frisch aus den Universitäten kommen.

Außerdem würden sich die Kompetenzen der Abiturienten in den Schulfächern Physik und Mathematik stetig verschlechtern.

Soweit ist das ja alles nichts neues. Die Industrie klagt seit Jahren über einen Mangel an Ingenieuren und dass die Studienanfänger ständig dümmer werden, wird einem auch oft genug erzählt. Eigentlich freuen mich solche Meldungen weil ich mir weniger Sorgen machen müsste nach der Uni einen Arbeitsplatz zu bekommen. Allerdings ist da auch immer dieses Flaue Gefühl im Magen: wenn sich der strukturelle Mangel an Ingenieuren nicht bessert, werden vielleicht auch Mittelständische Unternehmen damit beginnen ihre R&D-Abteilungen ins Ausland zu verlagern, wo es besser ausgebildete und billigere Entwickler gibt.

OBEX PUSH mit kbluetoothd empfangen

Gestern Abend wollte ich meiner Freundin einfach nur ein mit meinem SIEMENS S65 aufgenommenes Foto per eMail schicken. Nur irgendwie wollte der Blauzahn mal wieder nicht so wie er sollte. Sprich OBEX File Transfer funktionierte nicht. Also dachte ich mir, ich schicke das Bild einfach per OBEX PUSH. Gesagt, getan. Der Transfer wurde laut meinem Handy erfolgreich abgeschlossen. Allerdings gab mir KDE keine Bestätitigung dafür.

In der offiziellen KDE-Dokumentation zum dafür zuständigen Service

kbtobexsrv

wurde behauptet ankommende Dateien würden in

/tmp

gespeichert. Tatsächlich ist die Datei allerdings in

/var/lib/bluetooth

angekommen.

Probleme mit MAudio Revolution 5.1 und ALSA

Vor eine Weile hat sich mein langjähriger Begleiter, meine SoundBlaster Live 1024 Player, von mir verabschiedet. In der Zwischenzeit musste ich meinen AC97-OnBoard-Soundchip benutzen, welch Qual!

Jedenfalls habe ich mir dann gestern eine neue Soundkarte angeschafft. Da ich in Zukunft vielleicht auch wieder etwas Recording betreiben will und dabei mit meiner alten Soundkarte nicht die besten Erfahrungen (Stichwort Latenz) gemacht habe, wollte ich mir diesmal wenigstens eine semi-professionelle Soundkarte mit ASIO-Support gönnen.

Gesagt, getan. Meine Wahl fiel auf eine MAudio Revolution 5.1. Da ich auch mal die Möglichkeiten zur Audiobearbeitung unter Linux testen will, habe ich vorher die ALSA Soundkarten Matrix konsultiert. Meine zunkünftige Soundkarte wird von ALSA unterstützt, welch Freude.

Nach dem Kauf kam dann die Ernüchterung. Das Automatische Setup mit YAST schlug fehl. Ein Setup mit

alsaconf

gelang zwar, doch kam nur ein arg gepitchtes und verzerrtes Signal, welches sich am besten mit dem Wort Chipmunk-Style beschreiben lässt, aus meinen Boxen. Kurz gesagt, hatte ich so ziemlich die gleichen Probleme wie dieser User.

Mit dem Problem stand ich wirklich nicht alleine da. Zahlreiche andere User berichteten über ähnliche Probleme und boten zum Teil auch Workarounds oder zumindest gutgemeinte Ratschläge an, die mir allerdings nicht wirklich weiterhalfen. Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass mir die höheren Geheimnisse von ALSA bis heute verborgen bleiben.

Was mir letztendlich die Erlösung brachte war eine Neuinstallation von ALSA, allerdings nicht über YAST oder einen anderen Paketmanager sondern selbstkompiliert und zwar nach diesen Anweisungen. Nach ein wenig Herumspielen an den Mixer-Reglern kommt nun 1a Sound aus meinen Boxen. 🙂

“Spaß” mit Lycos (erster und zweiter Akt)

Vorspiel
Bis April 2006 habe ich die Webseite meiner damaligen Band Streetlamp bei Lycos gehostet. Im Paket inbegriffen war eine de-Domain. In diesem Fall streetlamp.de.

Nachdem sich meine Band im Oktober 2005 aufgelöst hat, beschloss ich den Vertrag mit Lycos auslaufen zu lassen. Ich habe mich nach einem neuen Webhoster umgesehen und mich Anfang 2006 für ein VPS von Host Europe entschieden. Die Domain streetlamp.de wollte ich zu meinem neuen Anbieter mitnehmen.

Erster Akt
Nachdem ich eine Weile lang meinen neuen Server getestet habe, beschloss ich, dass es an der Zeit wäre mit meiner Domain umzuziehen. Ich fragte beim Lycos-Support nach, was ich tun müsse, damit Lycos einem Transferantrag zustimmt. Damals erhielt ich die Auskunft, ich müsse lediglich über meinen neuen Provider einen Transferantrag stellen. Sollten die dort angegeben Daten mit meinen Daten bei Lycos überein stimmen, würde dem Antrag zugestimmt werden.

Also tat ich wie mir gesagt wurde. Ein paar Tage nach Antragstellung erhielt ich von Host Europe (HE) die Nachricht, dass Lycos meinen Tranfer-Antrag ohne Angabe von Gründen zurückgewiesen hat. Nach kurzem Überprüfen fand ich, was die Wurzel des Problem hätte sein können: bei Lycos waren noch meine Berliner Daten hinterlegt, den Antrag stellte ich aber mit meinen Dresdener Daten.

Gut, ich hatte vergessen, die WHOIS-Daten zu aktualisieren. Das kommt ja in den besten Familien mal vor. Also aktualisierte ich meine Daten bei Lycos. Die Aktualisierung Meiner WHOIS-Angaben würde laut Lycos eine gewisse Zeit dauern. Da mein Lycos-Vertrag in ein paar Tagen sowieso ablaufen würde, machte ich mir darüber auch relativ wenig Sorgen. Ich hatte bereits einen neuen Plan: nach Vertragsende würde ich die Domain einfach neu erwerben. Zugegeben war dieser Plan etwas riskant, da mir jemand hätte zuvorkommen können. Allerdings schätzte ich dieses Risiko als eher gering ein.

Als nach einer Woche nach Vertragsende die Domain noch immer bei der DENIC auf Lycos registriert war, wurde ich langsam etwas skeptisch. Ich fragte bei Lycos nach und erhielt als Antwort, dass DENIC Domains nach Ablauf einer Registrierung noch für eine Frist von 60 bis 90 Tagen gesperrt hält. Da ich sowieso gerade andere Sorgen hatte, beschloss ich die 90 Tage abzuwarten.

Zweiter Akt
Nach Ende der Prüfungszeit im August 2006 beschloss ich mich wieder einmal der Domain-Angelegenheit anzunehmen. Die angekündigten maximal drei Monate Wartezeit waren ja auch bereits verstrichen. Die Domain war allerdings noch immer laut Auskunft der DENIC bei Lycos registriert. Ich reichte erneut einen Transfer-Antrag über HE ein und schickte zeitgleich eine Nachricht an den Lycos-Support mit der Bitte, dem Transfer-Antrag zuzustimmen. Der Antrag wurde erneut ohne Angabe von Gründen abgelehnt. Erst eine Woche später erhielt ich von Lycos eine Antwort auf meine Nachricht. In dieser heißt es, die Domains würden nur “in Mengen” an die DENIC zurückgegeben. Deshalb müsse ich noch “60 bis 90 Tage” warten, bis meine Domain wieder zur Neuregistrierung zur Verfügung stehe.

Ich empfinde diese Antwort als eine Unverschämtheit. Das habe ich Lycos heute auch in die Antwort-Email geschrieben zusammen mit der Aufforderung sich innerhalb von 48 Stunden entweder zur Zustimmung zu einem Transferantrag bereit zu erklären oder die Domain bei der DENIC freizugeben. Sollte diese Frist nicht eingehalten werden, werde ich wohl anfangen müssen “offiziell” (also per Einschreiben) zu Fordern.

M’Era Luna 2006

Dieses Wochenende war ich zum vierten Mal auf dem M’Era Luna Festival. Neben tollen Bands wie z.B. Within Temptation, Ministry, Die Krupps, The Birthday Massacre und Apoptygma Berzerk gab’s auch ein lang erwartetes Wiedersehen mit alten Bekannten und Freunden.

Trotz zweimaliger Wetterwarnung ist es sogar weitesgehend trocken geblieben, was in Verbindung mit dem fast ständig bewölkten Himmel eigentlich das perfekte Festival-Wetter ergeben hat.. Nur irgendwie habe ich mir doch einen ganz schönen Sonnenbrand zugezogen. 🙁

Ach ja und natürlich gab’s wieder jede Menge Spaß und Spannung mit der Deutschen Bahn.

Trotzdem ist es ein tollen Wochenende gewesen.

Kaum zu glauben…

Da werde ich doch heute von meinem ehemaligen Bandleader per Mail über die Webseite seiner neuen Band informiert. “Super” denke ich da so bei mir und will die mir direkt mal angucken, aber nüscht iss. Die Website gibts nämlich nur mit Flash.
Da ich einen 64-Bit AMD-Prozessor verwende und es kein Flash-Plugin für meinen 64-Bit Konqueror gibt, musste ich erst extra den 32-Bit Firefox ausgraben, um mir die Seite mal anzusehen. Und was begegnet mir da unter News:

“DIE DRITTE VERSION UNSERE HOMEPAGE IST ONLINE! DIESE WURDE VON GRUND AUF NEU PROGRAMMIERT – MIT AUSSCHLIEßLICH OPEN-SOURCE-TOOLS: OpenLaszlo, GIMP, Kate, Inkscap”

(Text original in Upcase und dank Flash musste ich ihn manuell abtippen. Copy&Paste ging nicht.)

Ich musste erstmal herzhaft lachen. Wenn man schon extra Wert auf eine auf OpenSource-basierte Website legt, dann sollte diese vielleicht nicht gerade auf dem ClosedSource Flash von Macromedia basieren. Die Website scheint mir das Werk vom Schlagzeuger zu sein, der, wenn ich mich recht erinnere, Informatik-Student ist. Deshalb ist es mir um so unverstandlicher wieso sie weder eine Nonflash-Version noch ein Impressum oder Copyright-Hinweise aufweist.

Hätte nur noch gefehlt, dass sie ihre (eigentlich ganz guten) Demos als WMA-Dateien anbeiten.