Portal 2 Review

TL;DR
Gutes Spiel aber schlechtes Preis/Leistungsverhältnis. Am besten warten bis es billiger wird.

Mitten in den Zeitraum zwischen Ende meines Studiums und Job-Einstieg fiel der Release-Termin von Portal 2. Ich kann mich ja kaum noch für PC-Spiele begeistern, aber der erste Teil von Portal hat mich ja mal sowas von aus den Socken gehauen, da konnte ich mir den zweiten Teil nicht entgehen lassen. Nachdem ich die Einzelspieler-Kampagne gestern Abend abgeschlossen habe, möchte ich hier ein Review schreiben.

Was war gut?
Positiv zu erwähnen ist, dass Portal seinem Spielprinzip treu geblieben ist. Den Machern ist bei der Konstruktion der Rätsel ein guter Mix aus bekannten und neuen Elementen geglückt. Auch GLaDOS begeistert in der ersten Hälfte wieder mit passiv-aggressiven Bemerkungen zum Vorgehen des Spielers. Insgesamt finde ich die deutsche Synchronisation ganz gut gelungen.

Die Anforderungen der Rätsel haben sich leicht verändert. Während man im ersten Teil noch Rätsel lösen musste indem man im Flug ein Portal an die richtige Stelle platzierte, gibt es solche Herausforderungen an die Geschicklichkeit des Spielers im zweiten Teil fast nicht mehr. Man braucht zur Lösung der Rätsel eigentlich nur noch Köpfchen und keine übermäßig schnelle und präzise rechte Hand. Das finde ich gut, stößt aber bei vielen Spielern auf wenig Gegenliebe, wie ich in anderen Reviews gelesen habe. Angeblich ist das der Spielbarkeit auf Konsolen geschuldet.

Was war schlecht?
Wohl auch den Spielkonsolen geschuldet ist eine heimliche “Zielhilfe” die in das Spiel eingebaut wurde. Droht man ein knapp an einem Portal vorbei zu fliegen, wird man von der Spielmechanik leicht in die richtige Richtung gestupst.

Die Anzahl an Flächen an denen man ein Portal anbringen kann wurde wohl etwas eingeschränkt. Einsteiger sollen wohl nicht mit der Platzierung von Portalen überfordert werden, so dass man dort fast nichts mehr falsch machen kann. Eigentlich schade, denn damit hat man weniger alternative Lösungsmöglichkeiten. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der Schwierigkeitsgrad gesenkt worden ist. Ich habe selten in einem Raum mehr als fünf Minuten zubringen müssen.

Das führt auch schon zu meinem primären Kritikpunkt: insgesamt war mir das Spiel für einen Vollpreistitel zu kurz. Ohne Hetzen habe ich 7 Stunden für die Einzelspieler-Kampagne gebraucht. Ob diese hätte länger sein sollen ist fraglich, denn die Rätsel laufen Gefahr etwas eintönig zu werden. Ich würde die Länge so in Ordnung finden, wenn das Spiel nur 20-30 Euro gekostet hätte. So aber wurde mir für meinen Geschmack zu wenig geboten.

Zum Schluss möchte ich noch einen Satz zum Ende sagen, ohne zu spoilern: Ich war mit dem genialen Ende vom ersten Teil im Hinterkopf enttäuscht.

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