Gothic Friday: The Early Years

Ich will dann doch mal bei einem Blog-Projekt mitmachen. Erst habe ich überlegt, ob das überhaupt hier hin passt, aber da ich langfristig sowieso eine Zellteilung vollziehen will, schreibe ich jetzt doch einen etwas privateren Eintrag.

Es geht um das Projekt Gothic Friday, bei dem es einmal im Monat um die “schwarze Szene” gehen soll. In der ersten Ausgabe ist das Thema “Wie bist du in die Szene gekommen?“.

Ich glaube ich kann mein erstes Interesse auf eine Klassenfahrt im Jahr 2002 zurück datieren. Während dieser Klassenfahrt hat ein Freund im Zimmer Alben von Lacrimosa gespielt und mir hats gefallen. Was mich wohl vor allem begeistert hat war die Kombination aus gehaltvollen Songtexten und anspruchsvollerer Musik im Vergleich zu meinen vorher präferierten Musikstilen wie Punk, Grunge und Thrash Metal in Form von Metallica.

Damals habe ich die Szene auch irgendwie als Gegenentwurf zur Spaßgesellschaft empfunden der ich, aus Gründen an die ich mich nicht mehr erinnern kann, den Mittelfinger zeigen wollte. Entsprechend kleidete ich mich auch (noch) mehr in schwarz und kam irgendwann sogar an einen langen schwarzen Ledermantel heran. Ich glaube das Modell hieß “Morpheus“. *hust*

Glücklicher Weise war es zu der Zeit kein wirklich großes Problem an entsprechende Musik ran zu kommen (andere hatten da ganz andere Probleme), so dass ich auch recht schnell mehr Musik aus der Szene kennen gelernt habe. Es muss zwischen 2002 und 2003 gewesen sein, dass ich auf Nightwish gestoßen wurde. Ich war begeistert von der Mischung aus orchestraler Musik und Metal so dass Nightwish zu meiner Lieblingsband aufstieg. Auch heute noch denke ich, dass diese Band eine der besten in ihrem Genre ist, auch wenn ich inzwischen den etwas anspruchsvolleren Ansatz von Haggard bevorzuge.

Wohl durch Nightwish ist einer meiner Freunde 2003 auf die Idee gekommen, auf das M’Era Luna Festival zu fahren. Neben dem Headliner Nightwish traten auch andere bei mir und meinem Umfeld beliebte Bands wie Subway to Sally und In Extremo auf. Dort festigte sich meine Ansicht, dass die Mädels der Schwarzen Szenen doch immer noch am besten aussehen. 😉

2004 folgte dann der erste Besuch auf einem Wave Gotik Treffen (WGT). Da kam ich mir schon voll in die schwarze Szene integriert vor. Dabei war ich zu der Zeit kaum in entsprechenden Clubs unterwegs. Das kam dann erst 2005 als ich von Berlin nach Dresden gezogen bin und irgendwie neue Leute zum weggehen kennen lernen wollte.

1 thought on “Gothic Friday: The Early Years”

  1. Hi Snake Plissken (oh-wie-genial-einer-meiner-Lieblingsfilme!),
    ich hätte natürlich auch “Morpheus” sagen können ;o) witzig, dass Du Dir das Mantelmodel gemerkt hast. Aber von der 1. schwarzen Tracht merkt man sich so einiges…

    Ja, dass die Musik im Gothic-Bereich inhaltlich oft gehaltvoller, abwechslungsreicher und auch kreativer ist als im Punk und beim Metalgeschrammel ist für mich auch der Grund, warum ich dabei bleibe. Die Musik war für mich anfangs nicht der Grund in die Szene zu gehen – aber ich habe dann nach ersten musikalischen Enttäuschungen immer mehr und mehr gutes Material entdeckt (wo es dann schon einfach war, an Musik heranzukommen ;-)) und bis heute bleibt die Gothic für mich aufgrund der verschiedenen Musikstile einfach total spannend. Von Nightwish war ich nie DER große Fan, aber sie haben meiner Meinung nach ihren Platz zu recht und keine andere Band ist in dem Genre an sie herangekommen. Würde ich mal so sagen.

    Danke für deinen Beitrag – schön dass Du mitgemacht hast.

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